Newsletter Februar

Newsletter Februar 2024

Beim letzten Begleitausschus SBB Cargo anfangs Februar, war auch der neue CEO Alexander Muhm präsent. Sehr eloquent vermittelte er uns sein Wille die SBB Cargo wieder auf die richtige Spur zu bringen und erklärte auch, dass die Einführung des Programmes «Orca» sehr schlecht lief und sie alles daran setzen, damit das Programm fehlerfrei zum Laufen kommt. Dieses offene Bekenntnis freut uns. Es zeigt jedoch wieder einmal auf, dass die Fläche nicht gehört wurde, als wir unsere Bedenken bei der Einführung äusserten.

Alexander zeigte uns auch seine zukünftigen Strategien auf, worin er explizit auf seine Führung, die Prozesse und die Kultur einging. Etwas stutzig machte mich die Aussage, dass die Kultur von oben herab kommen müsse. Er versicherte uns jedoch, dass eine HSG-Studie aufzeigt, dass die Kultur von oben nach unten weitergegeben werden müsse. Wenn ich bedenke, wie die Fluktuation der Projektmitarbeiter aussieht, da haben wir fast alle 18 Monaten neue Gesichter. Oder wie unpünktlich und unvorbereitet einige Kadermitarbeitende an die Sitzungen erscheinen. So hoffe ich, dass dies nicht zur zu vermittelnden Kultur von oben herab gehört, ansonsten wird dieser Kulturwandel wohl zum Kulturschock. Aber vielleicht gibt es dann dafür eine HSG-Studie…

Jede Aggression ist eine zu viel

Gerne übernehme ich den Titel, welchen die SBB in einem Beitrag für die Kundenbegleiter: innen verwendet hat. Es ist mir wichtig, dies auch bei uns einmal mehr zum Thema zu machen. Wir sollen uns auch mitten in der Nacht allein unterwegs sicher fühlen können. Sei es, wenn wir beim Wenden durch den Fahrgastraum gehen oder nach Tagesleistung den Zug räumen müssen. Immer wieder auch an Aussenbahnhöfen ohne Unterstützung in der Nähe oder draussen im Gleisfeld.

Kommt es zu Unsicherheiten oder gefährlichen Situationen, dann macht eine entsprechende ESQ-Meldung. Ich hoffe, dass wir damit erreichen können, dass wir “Problemzüge” nicht mehr alleine räumen müssen sondern durch die Transportpolizei oder einem Kollegen, einer Kollegin unterstützt werden und in der Nacht nicht alleine gelassen werden. Zudem unterstützt dies den vom Depot Brugg an der Delegiertenversammlung gestellten Antrag, “Mehr Sicherheit für das Lokpersonal beim Remisieren”.

Gemeinsam können wir dies erreichen – gemeinsam sind wir stark.
Esther – Fachgruppenleiterin Frauen –

PeKo-Nachwahlen SBB Cargo

Möchtest du etwas bewirken? Dich für deine Kolleginnen und Kollegen einsetzen? SBB-Cargo und die Sozialpartner unterstützen gemäss Gesamtarbeitsvertrag (GAV) die betriebliche Mitwirkung

Für den Wahlkreis Ost werden Mitarbeitende für die Personalkommission (PeKo) von SBB-Cargo gesucht. Es ist ein Sitz offen.

Was ist dein Auftrag?
Bei SBB-Cargo werden die Interessen der im GAV angestellten Mitarbeitenden durch die PeKo auf Stufe Fläche, Division und Konzern vertreten. Die PeKo setzt sich für die Einhaltung des GAV ein. Dies betrifft insbesondere die im GAV definierten Mitwirkungsthemen wie zum Beispiel den Einbezug bei unternehmerischen Entscheiden, Fragen der Arbeitssicherheit und der Personalentwicklung.

Wer kann sich wählen lassen?
Alle dem GAV unterstellten Mitarbeitenden haben die Möglichkeit, sich direkt über den SEV zur Wahl aufstellen zu lassen.

Interessiert?
Dann melde dich bis spätestens am 11. März 2024 bei Hanny Weissmüller, Zentralpräsidentin LPV () damit die nächsten Schritte besprochen werden können und die offizielle Bewerbung vorgenommen werden kann.

Starker Geruch im Giruno

Ende Januar und Anfang Februar gab es Probleme bei den Giruno-Zügen. Es kam vor, dass das Lokpersonal beim Betreten des Führerstandes von einem starken, unerträglichen Geruch heimgesucht wurde. Dies machte die Weiterfahrt so schwierig, dass die Komposition aus dem Betrieb genommen werden musste. Spätere Untersuchungen ergaben, dass die Ursache des Problems auf das Scheibenwischerreinigungssystem zurückzuführen war.

Leider wiederholte sich die Situation einige Tage später auf einer anderen Komposition in nahezu identischer Weise. Das betroffene Lokpersonal beklagte sich über ein starkes Unwohlsein. Der SEV wurde sofort aktiv und verlangte Erklärungen und Kontrollen, nicht zuletzt der Scheibenwischerreinigungsanlagen der gesamten Giruno-Kompositionen.

Die SBB-Leitung nahm die Angelegenheit ernst und schaltete umgehend die zuständigen Stellen ein, darunter den medizinischen Dienst und den Unterhalt.

Wir erinnern euch daran, dass die Sicherheit des Betriebs und die Gesundheit des Personals oberste Priorität haben.